BRUXELLES, Bibliothèque du Conservatoire (B-Bc)
B-Bc Ms. M 54.525
(copie de olim Strasbourg, Bibliothèque publique, Ms. M. 222 C. 22)
Transcription: Christian Meyer
décembre 2003

 

 

<58> Es ist ze wyssend wie man de manocordium soll formieren und ordenen. Item zu den manucordium hörend 22 figuren oder noten, die der Stimmen oder noten zögend. Der namen der geschöpfde ist alsus Γmaut, Are, Bmi Cfaut, Dsolre, Ffaut, Gsolreut, Aalamire bbmi, ccsolfa, ddlasol, ela. Von Gmaut untz an G heissend die grossen; von a und an G heissent <59> die cleinen; von aa und an e heissent die zwualagen.

   

So du die manicordium formieren wilt, so nim ein lengi die dir gewalle und leg den dritteil und den vierteil zu der Wity, und du wilt ordinieren so setz zweÿ puncten in der lengi als der manicordium lang sy. Und teil mit der zitzel die longi glick enzwey. Da ist der erste puncte .G. der mittel der gros .G. von denselben .g. unter verteil aber glich enzwey, So wurt der mittelpuncte der clein .g. aber teil .Γ. in drii glich verteil des werdet zwei teil der grosse .D. der mittelpunct vurde der clein .d. des mittelpuncte ist der zwivaltich .d. Aber teil G in vier gliche teil des sind drii teil des groste .C. des mittelteil ist das cleine .c., des mittel teil ist de zwualtig .c. Aber teil der grosse .C. in vierteil, der sind drii teil der grosse .F., des mittelteil ist der clein .f. Aber teil des grosses .D. in drii teil ist des zweinteil der clein .a. der mittel ist der zwivaltig a. Da nach zo zwivaltig der clein a. So wurd der grosse .A. Aber teil der gross A in drii teil des sind zweenteil der grosser .E. des mittelteil <60> ist der clein .e. und des mittelteil ist der zwivalich e. Aber teil der groster .E. in drii teil der clein [bq] quadratum und der mittelteil ist der zwivaltig [bq] quadratum. So zwivaltig der clein [bq] quadratum so wart der grosser [bq] quadratum aber teil der grosser .F. in vierteil des sind drii teil der clein b rotundum. Der mittel ist der zwmalig .B. rotundum und alsust zo wurd der manicordium gerecht gemessen nach der meister leren.

   

Wilt du ouch die semitonia setzen So teil der gros [bq] quadratum in driiteil, des sint zwey teil + der schribet zwuschent den grossen .F. und den grossen .G. des mittel ist semitonium +. Der man scribet zwyschent dem cleine .F. und der cleinen .g. aber der erste + teil in drii des syn zweyteil in drii des sint zwey teil +. Der man schribet zwyschent dem cleinen .c. und den cleinen .d. des mittelteil ist ein andren + Der man schreibet zwyschent den zwmalegen .e. und .d. Aber der + zwyschend den cleinen .c. wurt enander + zwyschent dem grossen .E. und .D. So driualtig der + der da stat zwyschent dem grossen .D. und dem grossen .E. und zwiualtig eine driiteil so wurt der + zwyschent G und dem grossen .A. So der selb + in <61>zwey glicke teil so wurt der mittel der + der zwyschent dem grossen .G. und dem cleinen .a. des mittel ist der + der da stat zwyschent dem cleinen .g. und dem zwimaligen .a. der selbst teil in drii teil. Des sint zwey teil der + zwyschent dem zwimaligen .a. und dem ingsten (?) .E. So teil dem der + zwyschent dem grossen .G. und dem cleinen .a. in drii teil, und zwiualtigem dritteil. So wurt der + zwyschent dem grossem .d. und dem grossen .E. der selb driualtig. Und zwiualtig ein drittel so wurt der + zwyschent dem grossen .A. und dem grossen .B.

   

Von welem punctum du zwey glichen teil machitt so ist der mittel punct des ersten puncten dyapason. Welem puncten du in dru teylest, so ist der ander punct von dem ersten dyapente, der anderen der danach des sleben dyapente dyapason. Welem puncten du in vier gliche teilest so wurd der anderen puncte vor dem erste dyatessaron. Der puncte da nach des ersten dyapason. Der puncte da nach des dyapasons dyapason. Wenn du welt ein verder dyapason vinden so zwivaltig einen ganzen puncten. Wele du wilt so hast tu dyapason. Wenn du wilt ein w<ie?> der diapente vinden, so teil ein puncten welen du <62> wilt in zwey teil glich und zwiualtig den ersten teil undersich. So hastu dyapente. Wenn du welt ein onderen dyatessaron vinden, so teil einen puncten glich in driiteil und zwiualtig den ersten driteil so hastu einen onderen dyatessaron.

   

Dyapason ist die ahte stim als hie .Γ. und G, F und f, A und .a.
Dyapente ist die funfte stim als hie: .C. und .g.; F und .c.; A und .e.
Dyatessaron ist die vurde stim als hie: .E. und .f.; .D. und .G.; .H. und .a.

   

So du wilt der b molle machen zwyschend dem grossen .E. und dem grossen .D. so teil der clein b molle in zwey glichen teil und zwiualtig den ersten teil so vindest du der B molle zwyschent den .E. und dem .D.

   

Diser vorgenten zeichen und figuren heissent diser achte graves .G . A. B. C. D. E. F. G. want sy ein swer stim hand und ein nydre. So heissen ir achte (ehitre ? ms) acute der sint diser a. b. h. c. d. e. f. g wan sy lute hellent. So heissen dis anderen sechs superacute a. b. h. c. d. e. wan sy uberlute hellend. Wo aber yeglich zeichen an der hand lyg, der lug in der hand.

   

In der musica heisset eins divisio modi der ist ein punctelin der scheidet <63> ein noten von anderen, und betutet alweg ein tempus oder drii. Wan wie vil semibreven stant zwyschent zweyen punctelin die hand <un mot illisible> ein tempus als hie <exemples>